Mineralogische Topografie der Schweiz und angrenzender Regionen. 2. Teil – Malcantone (TI)
N. Meisser, S. Ansermet, S. Cuchet, P. Roth, F. Vanini, M. Crumbach

Im „Strahler“ vom Februar 2019 wurden viele mineralogische Neuheiten aus dem Binntal und zweier angrenzender italienischer Gebiete beschrieben. Nun steht der Malcantone im Zentrum des Interesses mit einer Reihe von teilweise spektakulären und bedeutenden Neuentdeckungen – meist Antimon-Mineralien.

 

Fossile Haie aus dem Alpstein (Kantone SG, AI und AR)
Toni Bürgin und René Kindlimann

In den Kreideschichten des Alpsteins sind bis heute die versteinerten Überreste von fast 20 verschiedenen Haigattungen gefunden worden. Dies ist deutlich mehr als in den ebenfalls in der Region vorhandenen Ablagerungen der frühen Erdneuzeit (Känozoikum). Neben vielen Einzelzähnen wurden auch mehrere Wirbel und ein Koprolith gefunden. Die grösste Vielfalt an Haifossilien findet sich im Aptium und Albium (Unterkreide) sowie im Campanium (Oberkreide).

 

Schöne Entdeckung in Trient im Sommer 2019
Samuel Filliez

Im Juli 2019 fand ich endlich Zeit, die Kristalle in der Gegend von Trient zu erkunden. Ich suche nahe an der Stelle, wo ich im vorangegangenen Jahr schöne Funde gemacht hatte. Was für eine Freude dann, auf eine reife und zugängliche Kluft zu stossen!

 

Vivian und «die gute Tat»
Max Hiltbrunner

Am 27. Februar 1990 fegte der gewaltige Wintersturm Vivian durch die Schweiz. Er verursachte grosse Schäden, auch an den Schutzwäldern oberhalb der Dörfer Guttannen und Boden. Das Grimselgebiet – berühmt für seine reichen Mineralienvorkommen – wurde schwer getroffen. Zum Jubiläum «25 Jahre der Mineralienfreunde Bern» wollten wir als Strahler-Verein ein naturnahes Zeichen setzen. So beschloss der damalige Vorstand, sich am laufenden Wiederaufforstungsprojekt zu beteiligen. Zu diesem Zweck wurden vor Ort einige Jungarven gesetzt. Nun interessierte mich der aktuelle Zustand der Arven.

 

Die wundersame Vermehrung des Sartorits
Thomas Raber

Die sogenannte Sartorit-Gruppe umfasst aktuell nach Angaben der Internetdatenbank mindat.org 25 verschiedene, chemisch und strukturell eng verwandte Mineralarten, u. a. die vom Lengenbach bekannten klassischen Blei-Arsen-Sulfosalze Baumhauerit, Dufrénoysit, Liveingit, Rathit und Sartorit. Sie besitzen allesamt extrem komplizierte Kristallstrukturen, und gerade auch der für diese Mineralgruppe namensgebende Sartorit war über viele Jahrzehnte hinweg eine echte Herausforderung für Kristallografen.

 (ABSTRACT in English see below)

 

ABSTRACT

Sartorite

Systematic investigations of thousands of samples carried out by D. Topa in Vienna have solved a long-lasting mystery about the nature of sartorite by showing that the progressive incorporation of thallium in this sulfosalt leads to stepwise changes in its crystal structure, and thus, to a series of distinct species. These new minerals, which cannot be distinguished visually from each other, are named after the original species and the multiplicity of a key structural element.

 

> Zeitschrift abonnieren

 

INFOS

Aktuell
Einladung GV
Ausstellungen
Literatur
Börsenkalender
Sektionen
Rätsel

© 2020 SVSMF - ASCMF
Joomzilla.com